Ein schöner Tag, die Sonne scheint, die Blätter bewegen sich im Wind. Übers Wasser gleiten, fliegend auf einem Rumpf die Geschwindikeit geniessen.
Catamaransegeln, ein Sport für alle. Ob High Tech Freak oder Freizeitsegler ..... Es gibt viele Catamarantypen: Fun, Race, Tourencats, für jeden etwas.
Grundsätzlich sollte man sich vor dem Bootskauf einige Gedanken über Einsatzzweck und das bevorzugte Revier machen. So hat es wenig Sinn, in einem Flachwassergebiet mit zahlreichen Untiefen einen Kat mit langen Steckschwertern einzusetzen. Erkundigt euch bei den andern Catsegler vom Revier und überlegt, bin ich: - Funsegler solo oder mit Vorschoter? - Funsegler und ab und zu Regatten? - Regattasegler solo oder mit Vorschoter? - Langstreckenregatten oder Handicapregatten? - Flachwasserrevier oder Brandung? - Leichtwindrevier oder Starkwind?
Warum sind Cats (Katamarane) so schnell? "Ein Cat hat, gegenüber einer Jolle, eine breitere Kippachse und kann demzufolge mehr Segelfläche (15-20%) tragen."
Zusammenwirken von Rumpf und Segel: Ein Segelboot bewegt sich in zwei Medien: im Wasser und in der Luft. Demzufolge können die, auf das Schiff wirkenden Kräfte in zwei Komponenten, die hydro- und die aerodynamischen Kräfte, aufgeteilt werden. Ändern sich die Windverhältnisse, dann beschleunigt das Boot so lange bis die Kräfte wieder im Gleichgewicht stehen.
Was 1967 dank Hobie Alter mit einer Skizze am Kalifornischen Strand begann (Hobie14/16), hat sich durch die Jahre dank moderner Materialien und Tests im Windkanal zu High Tech Sportgeräten entwickelt
Die Antwort ist ganz einfach Es sind im wesentlichen vier Faktoren: - Geringes Gewicht - Aerodynamisch günstige Formgebung - Modernes Rigg - Steife Konstruktion
Es geht nicht um die grossen High-Tech Formula 40/F30/RC27 oder die 25C Class Cats, sondern um die High-Tech Race Cats von F16-F20 und A Cat.
Formel "High-Tech" Katamarane haben nur wenige Richtlinien. Es dürfen modernste Materialien wie Carbon und Kevlar verwendet werden. Wie zum Beispiel in der Formula 18High-Tech Klasse. Diese Hochleistungscatamarane werden von einem Carbon High-Tech Rigg und einem Gennaker angetrieben. Sie sind selbst unter schwierigsten Bedingungen extrem schnell, wendig und präzise zu segeln. Masten und Beams aus Carbon sind Standard. Carbonruder und Schwerter verschiedener Hersteller sind in den Klassenbestimmungen zugelassen und werden gegen Aufpreis geliefert.
Deshalb sind diese Cats auch leichter, (zb. F18HT 120 kg / F18 180 kg )
Schnell und einfach sollten sie sein. Die Katamarane der X-Klasse. 1990 entstand bei Raymond Cattin aus Biel (Champion auf Hobie und Tornado) die Idee ein massgeschneiderter Sport-Katamaran zu bauen ohne auf die oftallzu eingeschränkten Klassenvermessungsregeln zu achten. Wie gross sollten diese Kats sein?
Die Maximallänge von 20-21 Fuss erschien zwingend, sowohl im Hinblick auf Transport als auch auf Lagermöglichkeiten.
Es begann 1990 mit dem 6,5 Hurrican Olma von Reg White. Dann, unter dem starken Eindruck und der Geschwindickeit des Ventilo 20 von Favre-Morelli bei jeder Windstärke, keimte die Idee für das schnellste Schiff der Welt das sich ohne Demontage trailernlässt. 1995 reduzierte Favre den Ventilo 20 auf 2,5m Breite und da es für dieses Schiff noch keinen Karbon Mast gab, musste ein 10m Hobie Miracle Mast genügen.
Das Schiff war auf allen Kursen sehr schnell. Aber der A-Class Einhänder machte am Wind noch immer mehr Speed. Doch daran sollte es nicht liegen. Das A-Klasse Segel von Giorgio Zuccoli wurde auf den Ventilo hochgerechnet. 1996 gewann dieser High Tech Ventilo die Multiario auf dem Comersee vor über 80 anderen Kats.
Nach diversen Test und Mastbrüchen baute Marström extra zwei neue steifere Masten. Favre dazu zwei neue Rümpfe ganz aus Karbon,30kg leichter. Getrimmt wurde der Ventilo mit Hilfe von GPS. Jetzt war er auf allen Kursen schnell. Zu schnell.
Bei jedem Rennen liess er die gesamte Konkurenz hinter sich. Der F20 Verband wies diesen Ventilo aus dem Verband. (Zu leicht, zu schnell). Das Ziel wurde neu gesteckt.
Er sollte der schnellste 20 Fuss Kat der Welt sein, dafür wurde er wieder auf 2,70 und 3,05 m verbreitert.
Dieses Projekt wäre ohne Hilfe von Christian Favre, Goran Marström, Reg White, Giorgio Zuccoli und Morelli nie machbar gewesen.
Genau aus diesem Konzept heraus und mit den Erfahrungen der A-Cats, enstanden auch die neuen 18er High Tech Maschinen.